Fashion & Lifestyle: Mailand

Mailand

Kurztrip nach Mailand.

Ich hab schon öfter gehört, Mailand, da ist nichts. Nur der Dom ist schön. Sonst gibt es dort nichts zu sehen. Trotzdem wollte ich mich selbst überzeugen von der Modestadt. Gesagt, getan, im Februar 2017 habe ich die perfekten Flüge gefunden. Kein Urlaub nötig und günstig. Los ging es an einem Samstag gegen 10 Uhr mittags und der Rückflug war am Sonntag gegen 13 Uhr. Also quasi 1 ganzer Tag in Mailand. Das sollte reichen. Der Hin- und Rückflug kostete grade mal 30 € pro Person! Da kann man nichts sagen. Hinzu kam noch der Transfer vom und zum Flughafen und die Unterkunft für 1 Nacht. Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 50 €, ohne Taschengeld natürlich. Kann man mal machen. Los ging es mal wieder in Weeze mit Ryanair. Die Unterkunft habe ich  mal wieder über booking.com gebucht. Die Nacht hat uns 38 € im Euro Inn B&B gekostet.  Die Hotels in Mailand waren alle recht teuer und umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich ein recht günstiges und zentral gelegenes Hotel gefunden hab. Ich kann das Euro Inn B&B aber keineswegs empfehlen! Es war Winter, ok, südliches Land, man weiß ja, das in vielen südlichen Ländern oftmals die Heizungen fehlen aber es war einfach nur kalt in diesem Zimmer. Hätten wir uns nicht gegenseitig gewärmt, dann wären wir wahrscheinlich als Eiszapfen am nächsten Morgen aufgewacht. Außerdem lag das Hotel in einer Seitenstraße, die etwas dodgy war, besonders im Dunkeln. Insgesamt, war das Zimmer irgendwie eklig. Aber gut, wir haben die Nacht überstanden. Trotzdem, sucht euch lieber ein etwas teureres Hotel, besonders wenn es wirklich nur für 1 Nacht ist. 20 oder 30 € mehr machen hier den Braten auch nicht mehr fett 😉

Unser Tag in Mailand

In Mailand angekommen, machten wir uns auf dem Weg zum Bus, der uns in die Stadt bringen sollte. Es war zwar ein kalter aber schöner, sonniger Tag. Ich, wie ich bin, habe natürlich mal wieder im Internet recherchiert und eine Tagesroute zusammengestellt.

1-Tagesroute Mailand

Flughafen Bergamo – Hauptbahnhof Mailand – Castello Sforzesco – Santa Maria delle Grazie – Piazza del Duomo & Mailänder Dom – Galleria Vittorio Emanuele II – Shopping/Dinner

Wir sind mit dem Bus vom Flughafen zum Hauptbahnhof gefahren. Von hier aus, sollte unsere Tour starten. Ich habe alles noch zusätzlich mit Google Maps geplant, um zu sehen, wie lang wir von a nach b zu Fuß brauchen und/oder welchen Bus/Metro wir alternativ nehmen könnten. Wir schauten uns noch schnell den Hauptbahnhof an, waren ja eh da. Kann man sich angucken, wenn man in der Nähe ist, aber man muss nicht extra hinfahren oder laufen um sich den anzuschauen.

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Mailand Hauptbahnhof

 

Wir liefen vom Hauptbahnhof Richtung Castello Sforzeco. Wenn ich Städtetrips mache, laufe ich gerne, wenn die Entfernungen es zulassen. Ich finde, so sieht man mehr und bekommt einen besseren Eindruck von der Stadt, anstatt die Sachen vom Bus aus an sich vorbeiziehen zu sehen oder aber noch schlimmer, gar nichts zu sehen, weil man mit der unterirdischen Metro unterwegs ist. Der Castello Sforzesco befindet sich an der Via Nazionale 87 und ist nicht weit entfernt von der Stazione Nord. Das Schloss wurde 1450 erbaut und war im 16. und 17. Jahrhundert eines der größten Schlösser Europas. In dem Komplex gibt es viele Museen und Parks die man außer der Schloßes noch besichtigen kann. Wir liefen in den Komplex rein, und schauten uns das Schloß von außen an, machten Fotos und spazierten noch ein wenig durch den angrenzenden Park. Ein schöner Zwischenstopp auf unserer Route. Wir waren uns einig, dass wir keine Museen besuchen wollten, da wir 1. keine Zeit dafür hatten und 2. es ein wirklich gutes und interessantes Museum sein muss, damit ich reingehe. Ich interessiere mich mehr um das drum herum einer Stadt, wenn ich reise und möchte meine Zeit nicht gänzlich in Museen verbringen. Am Ausgang tummeln sich indische und afrikanische Straßenverkäufer, die über Selfiesticks und Ladestationen alles verkaufen, was es an unnötigen Gadgets gibt 😉

Für uns ging es jetzt weiter Richtung Santa Maria delle Grazie, einer Kirche, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Die Kirche befindet sich unweit vom Castello Sforzesco und ist gut zu Fuß erreichbar. Wir legten einen kurzen Kaffeestopp ein. Italien und Kaffee darf ja nicht zu kurz kommen 😉 An der Kirche angekommen, eröffnete mir mein Freund, dass er gerne ins daneben liegende Museum gehen möchte, da sich dort die Seccomalerei von Leonardo da Vincis „Das letzte Abendmahl“ befindet. Upppps, da habe ich wohl falsch recherchiert. Es stellte sich heraus, das für Samstag die Tickets schon ausverkauft waren und am Sonntag das Museum geschlossen war. Naja, blöd gelaufen. Falls ihr also einen Trip nach Mailand macht und das Bild sehen wollte, dann unbedingt die Tickets schon vorher im Internet bestellen! Die Kirche ist sehr schön von innen. Nachdem wir uns in der Gegend der Kirche ein wenig aufgehalten hatten, ging es weiter Richtung Piazza del Duomo, wo sich auch der Mailänder Dom befindet. Ich war echt gespannt. Wir sind zwischendurch in einige Geschäfte gelaufen und haben noch einmal einen Kaffeestopp eingelegt. Es sollte ja ein gemütlicher und kein stressiger Trip werden. Nach mittlerweile ca. 3 Stunden Fußweg meinte mein fauler Freund zu mir: „Können wir nicht den Bus nehmen?!“ Neeeeee, können wir nicht! 1. sind es noch 20 Minuten bis zur Piazza und 2. möchte ich laufen, wie schon vorher gesagt, man bekommt einen viel besseren Eindruck wenn man läuft. Außerdem haben wir viele Pausen eingelegt, also bitte …. Nein, ich bin kein Drill Instructor 😉

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Santa Maria delle Grazie

 

Endlich! Angekommen auf der Piazza del Duomo. Wir ließen das bunte Treiben auf dem Platz auf uns erstmal wirken. Wo man hinblickte, gab es Straßenkünstler und etliche Menschentrauben die sich um diese gebildet haben. Und mitten auf dem Platz der Mailänder Dom! Wow, der ist wirklich schön! Es ist die zweitgrößte, italienische Kirche, nach dem Petersdom und die drittgrößte katholische Kirche der Welt. Der Duomo di Santa Maria Nascente ist täglich von 07:00 – 19:00 Uhr geöffnet und ein Eintrittsgeld von 5 € wird fällig. Aber es lohnt sich! Bevor man reingeht, gibt es eine Taschenkontrolle. Wie auch am Flughafen, sind Flüßigkeiten und spitze Gegenstände verboten. Da wir vorher unsere 7 Sachen nicht im Hotel abgelagert haben, sondern direkt mit unserer Tour angefangen hatten, hatte mein Freund noch seine volle Flasche Parfum im Rucksack. Musste er abgeben. Es war zum Glück kein teures Parfum, aber trotzdem, schade drum. Direkt gegenüber des Mailänder Doms befindet sich die Galleria Vittorio Emanuele II, eines der ältesten Einkaufszentren der Welt. Heute ist das Einkaufszentrum bekannt für seine teuren Designer Geschäfte. Einen Besuch ist sie aber allemal wert, egal ob man sich nur die Architektur und die Schaufenster der schicken Laden anschauen, oder tatsächlich etwas kaufen möchte. Nachdem wir uns das Einkaufszentrum angeschaut haben, sind wir wieder raus und haben einige Seitenstraßen abgeklappert. Unterwegs haben wir uns noch ein Eis gekauft. Wenn man in Italien ist, muss man Eis essen, egal ob Winter oder Sommer  ist;)

Ich war in Mailand. Die Modestadt. Natürlich wollte ich shoppen 🙂 Wir sind auf die Haupteinkaufsstraße gegangen. Ich glaube, das war nicht die richtige Straße. Dort gab es hauptsächlich Geschäfte, wie z. B. H&M, Bershka, etc. Ich hatte eher auf etwas außergewöhnliches gehofft…. Ich vermute, das gibt es auch aber leider bin ich nicht fündig geworden. Außerdem war die Zeit auch etwas knapp. Shoppen wollte ich eigentlich auch nur, wenn noch Zeit bleibt.  Ok, ich bin fündig geworden 😀 Ich habe einen Mantel gekauft. Mittlerweile war es schon spät und wir hatten hunger. Ich habe schnell bei tripadvisor geschaut, was es gutes in der Nähe gibt und so sind wir in der Cantina della Vetra, auf der Via Pio IV, gelandet. Das Restaurant war voll, wir hatten Glück, dass wir nach kurzer Wartezeit einen Tisch bekommen haben. Natürlich war es ein italienisches Restaurant. Eigentlich wollten wir noch ein paar Cocktails schlürfen gehen aber da es mittlerweile schon 22 Uhr war und wir den ganzen Tag unterwegs und auch schon müde waren, haben wir uns dazu entschieden, zum Hotel zu fahren. Wir mussten am nächsten Tag ja auch wieder früh raus.

Die letzten Stunden in Mailand

Nachdem wir unsere 7 Sachen gepackt und ausgecheckt hatten, sind wir ein nettes, kleines Café an der Hauptstraße frühstücken gegangen. Um 09:30 Uhr sind wir dann los zur Metro. Unten angekommen, bemerkte ich, dass ich meine Einkaufstasche im Café hab liegen lassen. Typisch ich. Sprint zurück zum Café. Der Kellner sah mich schon an der Tür stehen und kam mit der Tüte angelaufen. Glück gehabt! Sprint zurück zur Metro. Wir mussten die nächste Bahn nehmen. Diese 15 Minuten haben uns ziemlich in Verzug gebracht. Wir waren spät dran! Wir mussten ja zum Hauptbahnhof fahren und von dort aus, pünktlich den Bus zum Flughafen nehmen. Am Bahnhof angekommen, rannte ich los, mein Freund, lief ganz gemütlich hinter mir her. Unfassbar diese spanische Gemütlichkeit! Ich rannte zum Infostand und fragte, wann der nächste Bus fährt. Der Typ meinte: in 3 minutes, hurry up lady! Für mich  kein Problem, aber der Spanier hatte es nicht sonderlich eilig 😀 Naja, das Ende vom Lied ist, dass wir den Bus noch pünktlich bekommen haben, da ich vorgerannt bin und mein gemütlicher Freund, irgendwann auch den 3. Gang eingelegt hat.

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Fazit

Stimmt. Mailand kann man machen, muss man aber nicht 😀 Für einen Tagestrip, so wie wir ihn gemacht haben, völlig ausreichend. Die Hauptattraktion stellt in jedem Fall der Mailänder Dom dar. Wenn man mal rauskommen will für ein Wochenende und das Glück hat, günstige Flüge zu ergattern, so wie wir, kann man es defintiv machen. Aber es ist kein Must See! Wir hatten aber einen tollen Tag in der Modestadt, den ich nicht missen möchte.

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