Kopenhagen

Ein langes Wochenende stand endlich mal vor der Tür.  Ein sehr guter Freund von mir wollte am 30.10.2017 in Kopenhagen heiraten. Da habe ich natürlich gesagt, dass ich dabei bin. Den Flug habe ich mit SAS (Scandinavian Airlines) von Düsseldorf nach Kopenhagen für 133 Euro gebucht. Los ging es am Freitag Abend (27.10.) und zurück Dienstag Abend (31.10). Die Unterkunftssuche hat sich ein wenig schwierig gestaltet, da alles sehr teuer war. Im Endeffekt habe ich dann über Airbnb ein schönes Zimmer, ca. 20 Minuten mit dem Bus von Kopenhagens Stadtzentrum entfernt, gefunden. Für 4 Nächte und 2 Personen habe ich 250 Euro bezahlt.

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Am Freitag sind wir um 19 Uhr geflogen. Ich habe an diesem Tag, Home Office gemacht, trotzdem war alles ziemlich stressig. Unser Flug hatte ca. 30 Minuten Verspätung, so dass wir etwas später als geplant in Kopenhagen angekommen sind. Unsere Freunde waren schon da, die sind am frühen Morgen geflogen. Der Weg vom Flughafen zur Unterkunft dauerte nicht ganz 1 Stunden und war ganz angenehm. Wir sind erst mit der Metro und dann mit dem Bus, bis quasi fast vor die Haustür gefahren.

Öffentliche Verkehrsmittel

Ich habe uns ein Tagesticket gekauft. Mehr Informationen dazu findest du auf www.visitcopenhagen.com. Man kann das Ticket vorher Online bestellen oder über das Handy, aber dazu muss man dann die DSB App runter laden. Am Flughafen oder auch an den Haltestellen gibt es Automaten, an denen man die Tickets auch ganz einfach erwerben kann. Auch im Bus, kann man mit passenden Kleingeld ein Ticket kaufen oder an den vielen 7Eleven Kiosken, die es überall in der Stadt gibt. Das Ticket hat man dann ganz bequem auf dem Handy. Die Gültigkeit wird in Stunden abgezählt, so dass man immer sieht, wie lange das Ticket noch gültig ist. Es gibt auch 48- und 72-Stunden Tickets jedoch ist das 48 Stunden Ticket nicht im Online Store verfügbar. Das muss man dann am Ticketautomaten kaufen. Das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel ist sehr gut ausgebaut und man kommt überall bequem mit dem Bus, der Metro oder dem Zug hin. Das Ticket ist übrigens von Zone 1-4 und für alle Verkehrsmittel gültig. Das 24 Stunden Ticket kostet 130 DKK, ca. 20 Euro. Wie in jeder Großstadt, gibt es auch hier die Copenhagen Card, die neben einem Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel auch diverse Vergünstigungen in Museen und viele Andere Attraktionen beinhaltet. Wir haben uns einfach das 72-Stunden Fahrtticket gekauft und waren damit unterwegs.

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Tag 1 Ankunft, Flughafen, City Kopenhagen

Unser Flug hatte 45 Minuten Verspätung. Demnach kamen wir ca. 1 Stunde später als geplant in Kopenhagen an. Vom Flughafen aus sind wir erstmal dem Fahrtplan unseres Airbnb Hosts zur Unterkunft gefolgt. Erst mit der Metro in die City rein und dann noch ca. 20 Minuten mit dem Bus. Unsere Unterkunft lag keine 5 Minuten von der Bushaltestelle entfernt. Das war super, denn es war echt kalt! Das Haus lag etwas versteckt, aber Sandra hat unsere Koffer schon rollen gehört und stand am Fenster und winkte uns zu. Die Unterkunft war klein aber fein. Sandra hat eine kleine 2-Zimmer Wohnung, in der sie ein Zimmer vermietet. Es war sehr sauber und gemütlich. Die Küche durften wir auch nutzen und sogar ein kleiner Balkon war vorhanden. Wir wurden sehr nett begrüßt und Sandra hat sogar auf ein Blatt Papier, ein paar Sachen, die wir in Kopenhagen machen können aufgeschrieben und uns alles ganz genau erklärt.

Es war zwar schon ziemlich spät aber wir wollten uns noch mit unseren Freunden treffen. Also sind wir auf zum Bus. 20 Minuten später waren wir in der Innenstadt. Wir sind über den Rådhusplads (Rathausplatz) Richtung Fußgängerzone gelaufen. Das Rathaus ist sehr schön aber es war leider von Baugerüsten bedeckt. Aber später mehr zum Rathaus.

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Wir waren auf der Suche nach einer netten Kneipe um ein Bierchen aufs Wiedersehen zu trinken. Wir sind etwas weiter runter der Fußgängerzone links abgebogen und im Victoria Pub gelandet. Wir haben an dem Abend überlegt, ob wir am nächsten Tag einen Tagesausflug nach Malmö in Schweden unternehmen sollen. Ist mit dem Zug quasi um die Ecke. Haben uns aber nach langem hin und her und ein bisschen Recherche im Internet, dagegen entschieden. Einige Supermärkte, wie z. B. Netto haben bis 24 Uhr geöffnet. So haben wir uns auf dem Rückweg noch mit Frühstückssachen für den nächsten Morgen eingedeckt.

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Tag 2 City Kopenhagen, Nivhavn, Christiana, Paper Island, Amager Strand

Die Familie meines Freundes sollte am Abend ankommen. Wir hatten also noch den Tag, um unser Programm durchzuziehen. Wir haben uns um 11 Uhr am Rathausplatz wieder getroffen und sind bis zum Nyhavn (Neuer Hafen) runtergelaufen. Auf dem Weg haben wir eine Spiegelfront gefunden, an der wir uns noch ein Weilchen aufgehalten und viele Fotos gemacht haben 😀 Aber seht selbst!

Der Nyhavn ist echt schön! Das ist das typische Postkartenmotiv Kopenhagens. Die schöne, bunte Häuserfront und dazwischen der Kanal. Nach einer erneuten Fotosession sind wir Richtung Christiana gelaufen.

Total abgefahrene Gegend und auf jeden Fall einen Besuch wert wenn man in Kopenhagen ist! Die Freistadt Christiana ist eine alternative Wohngegend in Kopenhagen die 1971 gegründet wurde. Es handelt sich um eine staatlich geduldete autonome Gemeinde. Aber lest hier mehr darüber, wenn es euch interessiert!

Auf dem Rückweg sind wir zur Paper Island gegangen. Paper Island ist ein überdachter Streetfood Markt am Hafen. Laut Sandra, unseres Airbnb Hosts, aber nur noch bis Ende Dezember 2017, da der Pachtvertrag ausläuft. Der Streetfood Markt war überfüllt mit Leuten und an manchen Essensständen musste man recht lange anstehen. Ich habe mir eine dänische Spezialität gegönnt: das Smørrebrød.

Im Prinzip ist es einfach nur ein reich belegtes Butterbrot und ein traditionelles, dänisches Mittagessen. Die Grundlage ist Schwarzbrot. Dem Belag sind keine Grenzen gesetzt. Ich habe mir eins mit Lachs gegönnt. Die Preise sind schon sehr stolz. Für mein kleines Smørrebrød habe ich 10 Euro bezahlt und für eine Dose Cola 3,40 Euro. Nachdem wir alle satt und glücklich waren, haben wir überlegt, was wir als nächstes machen wollen. Tivoli? Oder doch zum Strand? Wir hatten noch ein paar Stunden Zeit bis wir zum Flughafen fahren mussten um die Familie meines Freundes abzuholen. Tivoli ist ein Freizeitpark mitten in Kopenhagen. Da der Eintritt aber nicht gerade günstig ist, das Wetter nicht das Beste war und wir nur ein paar Stunden Zeit hatten, haben wir uns dazu entschieden, zum Amager Strand zu fahren.

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Praktisch ist hier, dass man mit der Metro durchfahren kann. Es war zwar echt kalt und windig aber eine nette Abwechslung zur Stadt.

Von dort aus sieht man auch die Öresundbrücke, die Dänemark mit Schweden verbindet. Auf dem Rückweg haben wir uns noch in ein Café gesetzt und einen Kaffee zum aufwärmen getrunken. Dann wurde es auch langsam Zeit, zum Flughafen zu fahren.

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Tag 3 City Kopenhagen, Bootstour, Meerjungfrau, Schloß Amalienborg

Die Zeitumstellung haben wir erfolgreich hinter uns gebracht 😀 Heute haben wir uns mit allen um 10 Uhr am gewohnten Rathausplatz getroffen. Wir haben einen kurzen Blick ins Rathaus geworfen, das von innen echt super schön ist. Wir hatten überlegt, eine Free Walking Tour mitzumachen aber nachdem wir uns für ca. 10 Minuten einer angeschlossen hatten, haben wir dann entschieden, Kopenhagen doch auf eigene Faust zu entdecken.

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Die Tour war erst einmal die gleiche, wie am Vortag. Jedoch haben wir am Nyhavn, Tickets für eine Bootstour gekauft. Ein Schnapper, 5 Euro. Später wußten wir auch, warum es so ein Schnapper war, aber später mehr dazu 😀 Natürlich sind wir noch zum Schloss Amalienborg gelaufen, pünktlich zum Wachenwechsel. Es war ein schöner sonniger Tag und das Schloss mit seinem Vorplatz ist in jedem Fall einen Besuch wert!

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Später sind wir zur berühmten Meerjungfrau gefahren. Die kleine Bronzefigur steht an Kopenhagens Uferpromenade Langelinie und ist ein berühmtes Wahrzeichen Kopenhagens. Hans Christian Andersen schuf die Märchenvorlage für die Bronzefigur, die von Edvard Erikson gefertigt wurde. Leider wurde die kleine Meerjungfrau im Laufe der Jahre mehrfach zerstört aber immer wieder restauriert. Wenn ihr mehr über die Geschichte der kleinen Meerjungfrau wissen wollt, dann könnt ihr es hier nachlesen.

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Heute war Sonntag und es war besonders kalt. Wir sind viel gelaufen aber auch einige Male mit dem Bus gefahren, trotzdem sind wir immer mal wieder in ein Café oder eine Kneipe reingegangen um etwas zu trinken und um uns aufzuwärmen. Und dann ging los: unsere Bootstour! Viel kann ich euch leider nicht darüber berichten, da man so gut wie gar nichts gesehen hat. Die Scheiben waren so zerkratzt und das Wasser schlug so gegen die Scheiben, das man nichts sehen konnte. Um draußen zu sitzen war es einfach zu kalt und die Leute, die zuerst draußen Platz genommen hatten, kamen nach und nach in den überdachten Bereich. Später mussten die so oder so in den überdachten Bereich, sonst wären sie komplett nass geworden. Deswegen: Laßt euch nicht vom 5 Euro Preis locken, gebt ruhig die 10 oder mehr Euro aus, wenn ihr was sehen wollt! Auch konnten wir nicht die ganze Route machen, da das Wasser recht hoch stand und das Boot nicht unter alle Brücken hindurch kam.

Abends haben wir einen ganz gemütlichen Tapas Abend in der AirBnB Wohnung der Familie meines Freundes verbracht. Wir haben was zu trinken und was zu essen unten im Supermarkt gekauft und haben einen tollen, lustigen Abend verbracht. Jeden Tag auswärts zu essen, kann schnell sehr teuer werden. Dänemark ist nicht gerade ein günstiges Reiseland. Gegen 23 Uhr haben wir den Abend dann auch ausklingen lassen, da am nächsten Tag um 11 Uhr die Hochzeit war.

Tag 4 Hochzeit im Rathaus, Schloß Rosenborg, Restaurant Karla

Heute war es soweit! Mein Freund heiratet und ich war die Trauzeugin 🙂 Um 11 Uhr war im Rathaus der Termin. Die Hochzeit war zwar in deutscher Sprache bestellt, fand dann aber doch auf Englisch statt. War aber nicht weiter schlimm. Man könnte meinen, das läuft ab wie man Fließband. Wenn man aber in den Raum gerufen wird, in dem die Trauung dann stattfindet, wird eine wirklich sehr nette und angenehme Atmosphäre geschaffen, die nicht gehetzt oder ähnliches ist.

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Nach der Trauung haben wir im Rathaus noch mit allen zusammen angestossen und sind dann gemeinsam essen gegangen. Wir waren im Restaurant Karla, kann ich nur sehr empfehlen. Dänische Küche, nettes Personal und gemütlich. Preislich gesehen, ist es ein Mittelpreis Restaurant und das essen ist wirklich sehr, sehr lecker!

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Bevor wir jedoch ins Karla gegangen sind, hatten wir noch ein wenig Zeit und sind zum Schloß Rosenborg gelaufen um ein paar Hochzeitsfotos zu machen.

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Auch heute, hatten wir richtig Glück mit dem Wetter. Es war zwar wieder sehr kalt aber sonnig. Nach dem essen sind wir nochmal mit allen zum Nyhavn gegangen. Ich habe meinen Freunden ein Schloß mit Gravur geschenkt und das haben die beiden dort an einer Brücke befestigt und den Schlüssel ins Wasser geschmissen. An dem Tag haben wir nicht mehr allzu viel gemacht. Wir waren noch einen Kaffee trinken und sind noch ein wenig durch die Stadt geschlendert und haben ein paar Souvenirs gekauft. Den Abend haben wir wieder alle zusammen in der Wohnung verbracht.

Tag 5 Abfahrt

Heute hatten wir noch gut den halben Tag zur Verfügung, bis unser Flug ging. Mein Freund und ich haben uns ein gemütliches Frühstück auswärts gegönnt. 5 Minuten Fußweg von unserer AirBnB Wohnung entfernt. In einem kleinen, gemütlichen Studenten Café namens FOVL. Ich habe mir einen Toast mit Ziegenkäse, Honig, Apfel und Mandeln bestellt. Yummy!

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Nach dem Frühstück haben wir uns noch mit unseren Freunden getroffen. Die sind auch heute geflogen aber später als wir. Wir haben noch ein wenig in der AirBnB Wohnung zusammen gechillt, wir waren alle recht müde, und sind dann gemeinsam zum Flughafen gefahren.

Das ist das Ende unseres langen Wochenendes in Kopenhagen. Mich persönlich hat die Stadt nicht so umgehauen. Wäre nicht die Hochzeit gewesen, wären 4 Tage definitiv zu lang gewesen. Meiner Meinung aus, reicht 1 Tag völlig aus. Trotzdem hatten wir eine sehr coole Zeit dort, die ich nicht missen möchte!

Übrigens: Kopenhagen ist eine Fahrradstadt! Vergleichbar mit Holland! Die Fahrradwege sind einfach nur perfekt ausgebaut und man hat das Gefühl, die ganze Stadt ist mit dem Fahrrad unterwegs. Als Touri kann man sich ganz einfach Tageweise oder Stundenweise Fahrräder ausleihen! Da gibts verschiedene Möglichkeiten. Ich wollte das auch unbedingt machen, aber aufgrund der eisigen Kälte, haben wir uns dagegen entschieden. Die Dänen jedoch, lassen sich auch von der Kälte nicht abschrecken 😉

Wart ihr schon mal in Kopenhagen? Was ist eure Meinung? Ich hab trotzdem Lust bekommen, Skandinavien kennenzulernen und der nächste Kurztrip steht im Januar an. Da geht’s dann nach Tallinn und 1 Tag verbringe ich dann in Finnlands Hauptstadt. Ich bin schon gespannt! Aber erst einmal geht es Anfang Dezember „Back to the roots“ für ein kurzes WE nach London 🙂

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